Allie K. Miller zählt zu den einflussreichsten Stimmen der globalen KI-Branche. Mit über 1,6 Millionen Followern auf LinkedIn berät sie als Gründerin von Open Machine Unternehmen wie OpenAI, Google und Warner Bros. Discovery in Sachen KI-Integration. 2025 wurde sie von Time zu einer der 100 einflussreichsten Personen im KI-Bereich ernannt.

Miller setzt dabei auf Claude Code, ein agentenbasiertes KI-System von Anthropic. Sie nutzt mehrere Instanzen gleichzeitig, die auf ihr Dateisystem zugreifen können. Dadurch erledigen sie Aufgaben autonom – etwa das Zusammenfassen dringender E-Mails oder das Erstellen eines morgendlichen Briefings mit Empfehlungen für fokussierte Arbeitsblöcke.

Ein konkretes Beispiel: Jedes Mal, wenn Miller ein Social-Media-Video in CapCut bearbeitet, wird die Datei in einen bestimmten Ordner exportiert. Sobald eine neue Datei hinzugefügt wird, löst dies eine Automatisierung aus, die automatisch eine Transkription, einen Social-Media-Post und ein Thumbnail erstellt.

Miller empfiehlt Unternehmen und Einzelpersonen, KI-Lösungen individuell anzupassen:

"Frag die KI einfach, welche Prozesse in deinem Arbeitsalltag optimiert werden können. Lass sie dich interviewen und identifiziere Effizienzlücken. Dann formuliere den Auftrag präzise: ‘Mach diese Ideen proaktiver, verantwortungsvoller und handlungsorientierter.’"

Auch bei der Erstellung ihrer Newsletter nutzt Miller KI: Sie testet Entwürfe mit acht synthetischen Personas, die verschiedene Zielgruppen repräsentieren. So stellt sie sicher, dass Inhalte nicht missverstanden werden – etwa von Eltern oder Fachleuten. Für große Karriereentscheidungen hat sie sogar einen ‘KI-Vorstand’ mit sechs synthetischen Beratern aufgebaut, die unterschiedliche Perspektiven einbringen.