Apple-Nutzer könnten nach einem Vergleich in einer Sammelklage wegen irreführender Werbung zu KI-Funktionen bis zu 95 Dollar pro Gerät erhalten. Der Tech-Konzern einigte sich am Dienstag auf eine Zahlung von 250 Millionen Dollar, wie aus einer am Mittwoch eingereichten Klageschrift hervorgeht.

Der Fall betrifft etwa 37 Millionen in den USA verkaufte iPhones, darunter alle Modelle der iPhone-16-Serie sowie die iPhone-15-Pro- und Pro-Max-Varianten. Diese Geräte wurden zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 erworben.

Apple hatte bei der Vorstellung der neuen iPhone-16-Modelle im September 2024 mit verbesserten KI-Funktionen für den Sprachassistenten Siri geworben. Unter dem Namen „Apple Intelligence“ wurden Funktionen angekündigt, die zum Zeitpunkt des Kaufs noch nicht verfügbar waren. Die Kläger werfen Apple vor, Verbraucher durch diese Marketingkampagne in die Irre geführt zu haben.

Laut der Klageschrift hätten Kunden die Geräte entweder gar nicht gekauft oder einen deutlich niedrigeren Preis gezahlt, wenn sie gewusst hätten, dass die versprochenen Siri-Features noch nicht verfügbar waren. Die Mindestentschädigung pro Gerät beträgt 25 Dollar, kann aber je nach Anzahl der eingereichten Ansprüche und weiterer Faktoren auf bis zu 95 Dollar steigen.

Betroffene Nutzer werden per E-Mail oder Post über die Möglichkeit informiert, einen Anspruch auf der offiziellen Vergleichs-Website geltend zu machen. Eine endgültige Genehmigung durch ein Gericht steht noch aus. Sollte der Vergleich bestätigt werden, wäre es einer der größten, die Apple jemals abgeschlossen hat.

Während Apple mit der Entwicklung seiner KI-Funktionen hinterherhinkt, haben Konkurrenten wie Google und Samsung bereits umfassende KI-Integrationen in ihre Geräte eingeführt. Apple plant, die lang erwartete Siri-Aufwertung noch in diesem Jahr vorzustellen – vermutlich auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz im Juni.