Bugatti wechselt erneut den Besitzer

Nach fast 30 Jahren endet die Verbindung zwischen Bugatti und dem Volkswagen-Konzern. Die Marke, bekannt für Modelle wie den Veyron und Chiron, wird nun vollständig von einem Investorenkonsortium übernommen. Porsche, das bisher 45 % der Bugatti-Rimac-Partnerschaft hielt, veräußert seine Anteile an ein Konsortium unter Führung der US-Investmentfirma HOF Capital.

Porsche zieht sich aus der Partnerschaft zurück

Seit 2021 war Porsche mit 45 % an der Bugatti-Rimac-Joint-Venture beteiligt, während Rimac die restlichen 55 % hielt. Zusätzlich besaß Porsche 20,6 % der Rimac Group. Diese Beteiligungen verkauft der Konzern nun an das Investorenkonsortium, darunter BlueFive Capital aus Abu Dhabi als größter Einzelinvestor. Die Transaktion soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein – vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.

Porsche kämpft mit sinkenden Gewinnen

Die Entscheidung fällt in eine schwierige Phase für Porsche. 2025 brachen die Gewinne um 92,7 % ein, verursacht durch Handelszölle, schwache Nachfrage in China und hohe Investitionen in die Elektromobilität, die sich noch nicht auszahlen. „Mit dem Verkauf unseres Anteils an Bugatti konzentrieren wir uns wieder auf unser Kerngeschäft“, erklärte Porsche-CEO Michael Leiters in einer Stellungnahme.

Zukunft von Bugatti ungewiss

Die neue Eigentümerstruktur wirft Fragen auf: Wird das Investorenkonsortium Bugatti in Richtung Massenmarkt drängen, um Rendite zu erzielen? Noch ist unklar, wie sich die Strategie des Unternehmens ändert. Bugatti arbeitet derzeit an der Einführung des Tourbillon und baut die Programme Solitaire-Abteilung aus, die exklusive Einzelstücke wie den Brouillard produziert. Eine offizielle Stellungnahme der neuen Eigentümer steht noch aus.

Die Transaktion markiert das Ende einer Ära für Bugatti – doch die Zukunft der Marke bleibt vorerst offen.

Quelle: Hagerty