Kia Tasman scheitert an hohen Erwartungen
Der Kia Tasman, der seit Juli 2023 in Australien erhältlich ist, verfehlt die Verkaufsziele deutlich. Statt der geplanten 20.000 Einheiten pro Jahr wurden im März 2024 nur 399 Fahrzeuge verkauft. Auch die angepasste Zielmarke von 10.000 Einheiten für das erste Jahr wurde mit 4.196 verkauften Fahrzeugen klar verfehlt. Die Verkaufszahlen stagnieren: Im Februar wurden 472 Einheiten abgesetzt, im März nur 399.
Finanzierungsangebote als Verkaufsschub
Kia reagiert auf die schwachen Absatzzahlen mit attraktiveren Finanzierungsmodellen über die eigene Finanztochter. Zudem führt das Unternehmen ein neues Basismodell mit Einzelkabine ein, das gezielt Handwerker ansprechen soll. Preissenkungen sind jedoch nicht geplant, wie Kia Australia-Chef Damien Meredith betont.
Fokus auf neue Zielgruppen
Meredith räumt ein, dass der Tasman bisher vor allem bei Privatkunden Anklang findet, während Flottenkunden und ländliche Märkte noch nicht ausreichend bedient werden. „Wir müssen diese Segmente stärken, um die Verkaufszahlen auf ein akzeptables Niveau zu bringen“, erklärt er. Die aktuelle Modellpalette sei nun vollständig, sodass keine weiteren Änderungen an der Ausstattung geplant seien.
Design polarisiert – Facelift nicht in Sicht
Der umstrittene Look des Tasman wird als eine der Hürden für höhere Verkaufszahlen genannt. Meredith bestätigt, dass das Design „etwas polarisierend“ sei, schließt aber ein schnelles Facelift aus. Stattdessen setzt Kia auf gezielte Marketingmaßnahmen und eine bessere Ansprache der Zielgruppen.
„Wir können die externen Rahmenbedingungen wie den Konflikt im Nahen Osten nicht als Ausrede nutzen. Es liegt an uns, die Verkaufszahlen zu steigern.“
— Damien Meredith, CEO Kia Australia
Kia Tasman im Überblick
- Markteinführung: Juli 2023
- Ursprüngliches Ziel: 20.000 Einheiten pro Jahr
- Tatsächliche Verkäufe 2023: 4.196 Einheiten
- März 2024: 399 verkaufte Fahrzeuge
- Geplante Maßnahmen: Günstigere Finanzierung, neues Basismodell, Fokus auf Flotten- und Ländermärkte