Die Nachfrage nach dem Verbrenner-Macan bleibt trotz des bevorstehenden Produktionsendes ungebrochen. Porsche reagiert darauf mit einem ungewöhnlichen Schritt: Das Unternehmen baut eine Lagerreserve des SUV auf, um die Nachfrage in den USA und anderen Märkten zu decken. Die Produktion des Benziners endet zwar im Sommer 2026, doch die Bestände sollen bis mindestens 2027 reichen.
Warum der Verbrenner-Macan weiterhin gefragt ist
Während der vollelektrische Macan bereits seit 2024 auf dem Markt ist, bleibt der Verbrenner ein Verkaufsschlager. Im ersten Quartal 2026 verkaufte Porsche in den USA 10.130 Einheiten des Benziners – gegenüber 8.079 Einheiten des E-Macan. Trotz eines Facelifts 2019 und 2021 wirkt die Technik des Verbrenners veraltet, doch sie übertrifft den modernen E-SUV in den Verkaufszahlen.
Technische Hürden zwingen zum Auslaufmodell
Die Gründe für den Rückzug des Verbrenner-Macan sind vor allem regulatorisch: Die veraltete Plattform erfüllt nicht mehr die aktuellen Cybersecurity-Vorgaben der EU. Eine Anpassung der alten Architektur wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen. Seit Frühjahr 2024 ist der Benziner in der EU nicht mehr erhältlich – in den USA bleibt er jedoch weiterhin beliebt.
Porsche setzt auf Lagerbestände statt auf Nachproduktion
Um die Nachfrage zu bedienen, produziert Porsche den Verbrenner-Macan im Werk Leipzig weiterhin in voller Kapazität. Normalerweise erfolgt die Produktion hier nach Bestellungen, doch aktuell wird ein Lager aufgebaut. Dies ermöglicht es, den SUV auch nach Produktionsende noch in den Showrooms anzubieten – voraussichtlich bis 2027.
Sobald die letzten Einheiten das Werk verlassen, wird der Konfigurator für den Verbrenner-Macan deaktiviert. Neue Kunden können den SUV dann nicht mehr individuell zusammenstellen. Die vorhandenen Lagerbestände sollen jedoch ausreichen, um den Markt in der Übergangsphase zu versorgen.
Was kommt nach dem Verbrenner-Macan?
Ursprünglich sollte der E-Macan den Benziner vollständig ersetzen. Doch die Marktlage zwang Porsche zu einer Anpassung der Strategie. Stattdessen entwickelt das Unternehmen einen neuen SUV, der ab 2028 neben dem E-Macan angeboten werden soll. Dieser wird auf der Premium Platform Combustion (PPC) von Audi basieren und sowohl Benzin- als auch Hybridantriebe bieten.
Bis dahin setzt Porsche auf die bewährte Technik des Verbrenner-Macan – trotz aller Herausforderungen. Die Lagerreserve soll sicherstellen, dass die Nachfrage in den USA und anderen Märkten weiterhin bedient werden kann, bis die nächste Generation bereitsteht.