Nach nur zwei Verhandlungstagen sprach ein Gericht den Free-Agenten und NFL-Spieler Stefon Diggs von allen Vorwürfen der Körperverletzung und Strangulation frei. Die Anschuldigungen stammten von seiner ehemaligen Haushälterin Mila Adams, die ihn der Misshandlung beschuldigte.
Sein Verteidiger, Mitch Schuster, äußerte sich nach dem Urteil und betonte die systematische Benachteiligung von Profisportlern in solchen Fällen. „Von Anfang an haben wir diese Vorwürfe ernst genommen – genau deshalb wollten wir, dass die Fakten ans Licht kommen“, erklärte Schuster gegenüber ESPN-Journalist Adam Schefter. „Ruhm und finanzieller Erfolg dürfen niemandem das Recht auf Unschuldsvermutung nehmen. Doch genau das passiert viel zu oft.“
Schuster kritisierte, dass Prominente und wohlhabende Personen wie Diggs besonders anfällig für opportunistische Anschuldigungen seien. „Profisportler tragen ein Ziel auf dem Rücken. Sobald jemand ein Trikot und einen Vertrag sieht, wird er als potenzielle Einnahmequelle wahrgenommen – als Druckmittel für außergerichtliche Einigungen.“ Die öffentliche Meinung solle gezielt beeinflusst werden, um eine schnelle Lösung zu erzwingen, unabhängig von der Faktenlage.
Die Anschuldigungen von Adams blieben jedoch ohne stichhaltige Beweise. Zudem wirkte ihr Verhalten nach dem angeblichen Vorfall nicht konsistent mit den Schilderungen einer traumatisierten Person. „Ihre Aussagen zu weiteren Details des Falls waren so widersprüchlich, dass der Richter sie sogar darauf hinwies, ihre gesamte Aussage könnte gestrichen werden“, so Schuster. Der Staatsanwalt räumte in seinem Plädoyer ein, dass Adams keine ideale Zeugin war. „Eigentlich hätte dieser Fall nie vor Gericht kommen dürfen.“
Schuster warf der Staatsanwaltschaft vor, die Vorwürfe nicht ausreichend geprüft zu haben. „Die meisten Ankläger verfolgen nur Fälle, von denen sie überzeugt sind, sie gewinnen zu können. Hier scheint entweder eine oberflächliche Prüfung stattgefunden zu haben – oder eine Fehlentscheidung basierend auf unzureichenden Ermittlungen.“