Von zuckerhaltigen Cornflakes über Pop-Tarts bis hin zu anderen Backwaren – viele typische amerikanische Frühstücksgerichte sind alles andere als gesund. Doch laut einer aktuellen Studie könnte ein traditionelles Lebensmittel das Gehirn schützen: Eier. Und nein, es geht nicht um Kaffee.

Studie mit fast 40.000 Teilnehmern

Forscher der Loma Linda University haben über 15 Jahre hinweg 39.498 Probanden begleitet und dabei einen klaren Zusammenhang zwischen regelmäßigem Eierkonsum und einem geringeren Alzheimer-Risiko entdeckt. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Journal of Nutrition veröffentlicht.

Wie viele Eier schützen am besten?

Die Studie zeigt: Wer mindestens ein Ei pro Tag an mindestens fünf Tagen in der Woche isst, kann sein Alzheimer-Risiko um bis zu 27 % senken. Bei einem Verzehr von zwei bis vier Eiern pro Woche lag die Risikoreduktion bei 20 %. Selbst ein gelegentlicher Konsum – etwa ein- bis dreimal im Monat – führte zu einer 17 % niedrigeren Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken.

„Im Vergleich zu Personen, die niemals Eier essen, kann der Verzehr von mindestens fünf Eiern pro Woche das Alzheimer-Risiko deutlich verringern.“

Dr. Joan Sabaté, Studienleiter und Professor an der Loma Linda University School of Public Health

Warum sind Eier so gesund fürs Gehirn?

Eier enthalten mehrere Nährstoffe, die für die kognitive Gesundheit entscheidend sind:

  • Cholin: Wichtig für die Produktion von Acetylcholin und Phosphatidylcholin – beides Verbindungen, die Gedächtnis und Kommunikation zwischen Gehirnzellen fördern.
  • Lutein und Zeaxanthin: Diese Carotinoide stehen in Verbindung mit einer besseren kognitiven Leistung und reduzieren oxidativen Stress im Gehirn.
  • Omega-3-Fettsäuren: Vor allem im Eigelb enthalten, unterstützen sie die Funktion von Neurotransmitter-Rezeptoren.
  • Vitamin B12: Spielt eine zentrale Rolle für die Gehirnfunktion und ist ebenfalls in Eiern enthalten.

Alzheimer in den USA: Eine wachsende Belastung

Mehr als sieben Millionen Amerikaner leben derzeit mit Alzheimer. Die damit verbundenen Kosten sind enorm: Laut dem National Institute on Aging beliefen sie sich 2025 auf rund 781 Milliarden US-Dollar. Angesichts der alternden Bevölkerung und steigender Gesundheitsausgaben gewinnt die Suche nach präventiven Maßnahmen immer mehr an Bedeutung.

„Angesichts der rasanten Alterung der US-Bevölkerung und der prognostizierten Steigerung der Gesundheitskosten ist es wichtig, den potenziellen Nutzen von Eiern bei der Alzheimer-Prävention zu verstehen – insbesondere für Medicare, die größte Quelle für Gesundheitsausgaben in den USA“, heißt es in der Studie.