Ein rostiger Klassiker wird zum Turbo-Monster

Was als rostiger Acura Integra GS-R begann, endete als hochgezüchtetes Turbo-Projekt. Dank eines K20-Motors aus dem Schrott und einem Precision-Turbo sollte das Auto 500 PS erreichen – doch schafft es der alte Motor überhaupt?

Die riskante Motorenwahl: Hochkilometer-K20 aus dem Schrott

Statt eines frisch aufgebauten Motors entschieden sich die Macher von Speed Academy für einen gebrauchten K20 aus dem Schrott. Ohne Überholung, ohne geschmiedete Pleuel – nur mit fragwürdiger Lebenserwartung und VTEC. Dazu kam ein Precision 6062-Turbo, ein maximiertes Kraftstoffsystem und alle notwendigen Modifikationen.

Das Ziel: 500 Rad-PS. Doch genau hier liegt die Gefahr – denn ab dieser Leistung beginnen selbst robuste K-Serien-Motoren zu überlegen, ob sie die Belastung aushalten.

Äußerlichkeiten: Zwischen Polieren und Pfusch

Bevor es zum entscheidenden Dyno-Test kam, sollte das Auto zumindest optisch aufgewertet werden. Bei 14°C Außentemperatur wurde das rostige Fahrzeug gewaschen – trotz des schlechten Lackzustands. Ein schneller Cut und Polieren brachte überraschend einen metallischen Schimmer zum Vorschein, der an Carbon erinnerte. Ein echter Lackierjob war es nicht, aber aus der Ferne sah es plötzlich besser aus.

Ein halbherziger Reparaturversuch mit einem Schaumstoffpinsel brachte ebenfalls nur eine optische Täuschung auf Distanz. Aus der Nähe waren die Lackierfehler deutlich sichtbar. Die Lektion: Wer kleine Macken repariert, endet schnell im Chaos.

Leistung unter der Haube: Titan-Piping und maßgeschneiderte Abgasanlage

Um Platz für einen Frontintercooler zu schaffen, musste die originale Stoßstangenverstärkung weichen. Eine maßgefertigte Titan-Abdeckung machte den Weg frei. Da die eigene Schweißkompetenz begrenzt war, übernahm GT Customs die Arbeit und setzte auf Titan-Ladeluftrohre – nicht nur wegen der Performance, sondern auch wegen des spektakulären Looks.

Das Ergebnis: Eine komplette Abgasanlage mit Ventil-Schnitt, die je nach Einstellung den Sound und die Leistung beeinflusst. Mit offenem Ventil dröhnt der Integra aggressiv, mit geschlossenem ist er deutlich leiser. Der Unterschied ist nicht nur akustisch spürbar – auch der Leistungsverlust durch Gegendruck entfällt.

Der große Moment: Dyno-Test mit ungewissem Ausgang

Nach monatelanger Vorbereitung stand der finale Test an: Würde der K20 die 500 PS halten oder in die Luft jagen? Die Spannung war greifbar. Peter Tarach und Dave Pratte von Speed Academy hatten alles riskiert – und jetzt würde sich zeigen, ob sich der Aufwand gelohnt hatte.

"500 Rad-PS sind kein Pappenstiel. Selbst starke K-Serien-Motoren haben hier ihre Grenzen. Wird der alte Motor durchhalten oder wird er uns im Stich lassen?"

— Speed Academy

Fazit: Erfolg oder Desaster?

Die Frage bleibt: Hat der Integra GS-R mit K20-Turbo die 500-PS-Marke geknackt? Oder ist das Projekt am Ende doch an der Belastungsgrenze gescheitert? Die Antwort gibt es im Video von Speed Academy – doch eines ist sicher: Solche Experimente sind nur etwas für Hartgesottene.

Speed Academy ist eine Plattform für Autobegeisterte, die sich auf Leistungssteigerung und Rennsport spezialisiert hat. Hinter dem Projekt stehen Peter Tarach und Dave Pratte, die mit ihren Inhalten auf YouTube und der eigenen Website Millionen von Fans begeistern.