Ein Bundesgericht in den USA hat die Verleumdungsklage von FBI-Direktor Kash Patel gegen den ehemaligen FBI-Beamten Frank Figliuzzi abgewiesen. Patel hatte Figliuzzi beschuldigt, ihn in Interviews auf MSNBC diffamiert zu haben, indem dieser behauptete, Patel sei „öfter in Nachtclubs zu sehen als auf dem siebten Stockwerk des FBI-Hauptquartiers“.

Figliuzzi verteidigte sich mit dem Argument, seine Aussage sei sarkastische Übertreibung und damit durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. Das Gericht folgte dieser Argumentation und stellte in seinem Urteil fest:

„Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass Figliuzzis Aussage eine rhetorische Übertreibung darstellt, die keine Grundlage für eine Verleumdungsklage bietet. Dementsprechend hat Direktor Patel keinen Anspruch auf Schadensersatz, und die Klage muss abgewiesen werden.“

Figliuzzi warf Patel zudem vor, mit der Klage Kritiker einschüchtern zu wollen – eine Taktik, die als SLAPP (Strategic Lawsuit Against Public Participation) bekannt ist.

Patels umstrittene Lebensweise und Skandale

Die Aussagen Figliuzzis spiegeln jedoch nur einen Teil der öffentlichen Kritik an Patel wider. In den letzten Monaten geriet der FBI-Direktor mehrfach wegen seines extravaganten Lebensstils in die Schlagzeilen:

  • Dienstreisen mit FBI-Jets: Patel nutzte offizielle FBI-Flugzeuge für private Reisen, darunter Flüge nach Las Vegas, Nashville und sogar nach Pennsylvania, um seine Freundin, die Country-Sängerin Alexis Wilkins, bei einem Wrestling-Event zu besuchen.
  • Olympia-Auftritt 2026: Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand wurde Patel auf Video dabei gefilmt, wie er mit dem US-Eishockeyteam Bier trank und feierte. Später behauptete er, es seien „private Feiern“ gewesen.
  • Vorwürfe über Alkoholkonsum: Laut einem Bericht des Magazins The Atlantic soll Patel ein übermäßiges Trinkverhalten an den Tag legen, das möglicherweise sein Verhalten beeinflusst. Interne Quellen berichteten, Alkohol könnte eine Rolle bei ungenauen Aussagen Patels zu laufenden Ermittlungen gespielt haben – darunter auch nach dem Mord an Charlie Kirk.

Präsident Donald Trump, selbst ein strikter Alkoholgegner, soll nach dem Skandal in Mailand verärgert gewesen sein und Patel angerufen haben, um seine Unzufriedenheit auszudrücken.

Mögliche Konsequenzen für Patel

Ein FBI-Beamter zitierte gegenüber The Atlantic, dass viele mit einer Entlassung Patels rechnen:

„Wir warten nur noch auf die offizielle Bestätigung.“