Der NASA-Rover Curiosity hat auf dem Mars eine ungewöhnliche Situation gemeistert: Bei einer Routine-Bohrung blieb ein Gesteinsbrocken am Bohrer hängen und ließ sich nicht mehr lösen. Erst nach sechs Tagen gelang es den Ingenieuren, den Brocken abzuschütteln.
Die NASA veröffentlichte kürzlich Bilder, die den Kampf des Rovers zeigen. Die Aufnahmen stammen von den Schwarz-Weiß-Kameras des Rovers und wurden zu einer Art Zeitraffer zusammengesetzt. Die Bilder dokumentieren, wie Curiosity tagelang versuchte, den Brocken loszuwerden.
Der Gesteinsbrocken, von der NASA liebevoll „Atacama“ getauft, wiegt etwa 13 Kilogramm und hat einen Durchmesser von rund 45 Zentimetern. Am 25. April 2026 hatte Curiosity versucht, mit seinem Bohrer eine Probe aus dem Gestein zu entnehmen – doch statt sich zu lösen, blieb der gesamte Brocken am Bohrer hängen. Ein solches Phänomen sei bisher noch nie aufgetreten, so die NASA.
Erste Versuche, den Brocken durch Vibrationen des Bohrers zu lösen, scheiterten. Erst als die Ingenieure den Bohrer zusätzlich neigten, rotieren ließen und erneut vibrierten, gelang es am 1. Mai, den Brocken abzuschütteln. Allerdings zerbrach „Atacama“ dabei in mehrere Teile.
Curiosity ist seit 2012 auf dem Mars unterwegs und hat seine ursprünglich geplante Missionsdauer von zwei Jahren längst überschritten. Trotz erster Alterserscheinungen meistert der Rover weiterhin Herausforderungen – auch wenn diese diesmal besonders ungewöhnlich waren.