Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat die Untersuchung zu potenziell gefährlichen Aufhängungsdefekten bei Range Rover und Range Rover Sport auf eine Engineering-Analyse ausgeweitet. Damit wird geprüft, ob ein größerer Rückruf notwendig ist.

Im Fokus steht ein schwerwiegendes Problem: Die obere Querlenkeraufhängung kann sich vollständig vom Lenkanschlag lösen. Dies kann zu einem Kontrollverlust führen und die Verkehrssicherheit massiv gefährden. Die NHTSA reagiert damit auf zahlreiche Meldungen von Fahrzeughaltern, die identische Schäden an neueren Modellen melden.

Mehr als 330.000 Fahrzeuge betroffen

Die aktuelle Untersuchung umfasst insgesamt 331.559 Fahrzeuge in den USA, darunter Modelle der Baujahre 2014 bis 2022. Konkret betroffen sind:

  • Range Rover (2014–2022)
  • Range Rover Sport (2014–2022)

Die Behörde hatte die Prüfung ursprünglich als vorläufige Bewertung eingestuft, nachdem zwölf Besitzerberichte eingingen, die auf Risse im Aluminium-Lenkanschlag hinwiesen. Seitdem hat die NHTSA zusätzliche Daten von Jaguar Land Rover (JLR) erhalten und ist nun auf mindestens 522 gemeldete Ausfälle aufmerksam geworden.

Unzureichender Rückruf von Jaguar Land Rover

JLR hatte bereits im August 2025 einen Rückruf für ältere Modelle angekündigt – allerdings nur für die Baujahre 2015 bis 2017. Dabei sollten defekte Lenkanschläge ausgetauscht oder mit einer Verstärkung versehen werden. Doch trotz dieses Schrittes häufen sich weiterhin Meldungen über Brüche, darunter auch an Fahrzeugen aus den Baujahren 2020 und 2021. Dies deutet darauf hin, dass das Problem weiter verbreitet ist als zunächst angenommen.

Mögliche Folgen der NHTSA-Untersuchung

Sollte sich herausstellen, dass die Aufhängungsprobleme auch neuere Modelle betreffen, könnte die NHTSA einen erweiterten Rückruf anordnen. Alternativ könnte JLR selbst proaktiv einen neuen Rückruf starten, um die Sicherheit der Fahrzeuge zu gewährleisten.

„Die aktuellen Erkenntnisse zeigen, dass das Problem möglicherweise größer ist als bisher angenommen. Die Sicherheit der Fahrer hat oberste Priorität.“ – NHTSA-Sprecher

Was bedeutet das für Besitzer?

Betroffene Fahrzeuge sollten dringend auf mögliche Risse oder Schäden an der Aufhängung überprüft werden. Jaguar Land Rover hat bereits Maßnahmen ergriffen, um betroffene Modelle nachzurüsten. Dennoch empfiehlt die NHTSA, bei Verdacht auf Defekte umgehend den Händler zu kontaktieren und das Fahrzeug nicht weiter zu nutzen, bis eine Reparatur erfolgt ist.

Quelle: CarScoops