Nach über zwei Jahrzehnten geht eine Ära zu Ende: BMW hat das letzte Modell des Z4 produziert. Wie BMWBlog bestätigt, verließ der finale Z4 das Werk von Magna Steyr in Graz, Österreich. Damit endet die Produktion des ikonischen Roadsters, der seit 2003 die Marke prägte.

Vom Z3 zum Z4: Eine kurze Geschichte

Der Z4 löste 2003 den Z3 ab und setzte neue Maßstäbe. Im Vergleich zu seinem Vorgänger war er größer, steifer und technisch moderner. Statt der veralteten Semi-Trailing-Arme des Z3 verfügte er über eine vollkommen überarbeitete Hinterradaufhängung. Angetrieben wurde er wahlweise von einem Reihenvierzylinder oder einem Reihensechszylinder, die vorne montiert waren und die Hinterräder antrieben.

Drei Generationen, drei Charaktere

Die zweite Generation (2009–2016) wandelte den Z4 von einem agilen Sportwagen zu einem luxuriösen Cruiser mit elektrischem Faltdach. Die dritte und letzte Generation (2018–2026) kehrte jedoch zu den Wurzeln zurück: Ein reiner Roadster mit Stoffverdeck, der wieder als echter Sportwagen wahrgenommen wurde.

Gemeinsame Entwicklung mit Toyota

Eine Besonderheit des Z4 war seine enge Verbindung zum Toyota Supra. Beide Modelle wurden im selben Werk von Magna Steyr produziert. BMW und Toyota entwickelten gemeinsam das Fahrgestell und teilten sich den 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit Turbolader (B58) sowie einige Innenraumkomponenten. Später erhielt der Z4 sogar ein Schaltgetriebe – eine Seltenheit in dieser Klasse. Wie Eric Weiner in seiner Rezension des BMW Z4 M40i Handschalter (2025) schrieb, verwandelte der 382 PS starke Motor den Roadster in ein „Raumschiff“. Das Achtgang-Automatikgetriebe hingegen enttäuschte.

Die Final Edition: Ein würdiger Abschied

Die letzten Z4-Modelle, die sogenannten Final Edition, wurden ausschließlich in Schwarz lackiert. Wie beim Supra von Toyota war auch hier die Stückzahl begrenzt. Die Produktion endete etwa sechs Monate nach der Ankündigung der Final Edition des Toyota Supra.

Warum der Z4 gehen musste

Obwohl der Z4 stets ein Nischenmodell für Enthusiasten blieb, zeigten die Verkaufszahlen der letzten zehn Jahre, warum BMW sich von ihm verabschiedete. Heute setzt der Hersteller auf die 4er-Reihe, die ebenfalls als Cabriolets erhältlich ist. Allerdings bieten diese Modelle kein Schaltgetriebe mehr an. Die Palette reicht vom 430i mit 295 PS (Turbo-Vierzylinder) über den M440i mit 386 PS (Turbo-Sechszylinder) bis zum M4 mit 523 PS (Doppelturbo-Sechszylinder).

„Der Z4 war immer ein besonderes Modell – ein echter Sportwagen mit Charakter. Sein Abschied hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen sein wird.“

Für die Fans der Z-Serie bleibt nur ein Abschied. Doch die Erinnerung an den legendären Roadster wird bleiben.

Quelle: Hagerty