FDA setzt auf Echtzeit-Daten und KI zur Beschleunigung klinischer Studien

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat Maßnahmen angekündigt, um klinische Studien effizienter zu gestalten. Dazu gehört die Echtzeit-Auswertung von Studiendaten, beginnend mit Projekten von AstraZeneca und Amgen. Zudem plant die Behörde einen Pilotversuch, bei dem Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) nutzen sollen, um die Sicherheit zu überwachen, Medikamentendosierungen zu optimieren, Sicherheitsrisiken zu identifizieren und die Patientenrekrutierung zu verbessern.

Die Studien werden auf einer Echtzeit-Datenplattform von Paradigm Health durchgeführt. Ziel ist es, den zeitaufwendigen Datenaustausch zwischen Regulierungsbehörden und Unternehmen zu reduzieren. FDA-Kommissar Marty Makary betonte, dass die Prüfer der Behörde über die Plattform direkt auf Sicherheitshinweise und klinische Endpunkte zugreifen können.

Pfizer sichert Patent für Herzmedikament Vyndamax bis 2031

Pfizer hat Patentstreitigkeiten mit drei Generika-Herstellern über sein Herzmedikament Vyndamax beigelegt. Dadurch wird der Patentschutz in den USA bis Juni 2031 verlängert, was den Markteintritt günstigerer Nachahmerpräparate verzögert. Die Einigungen betreffen Dexcel Pharma, Hikma Pharmaceuticals und Cipla und wurden vor einem Bundesgericht in Delaware geschlossen.

Ein Prozess über die Patentverletzung war erst diese Woche begonnen worden. Vyndamax und verwandte Medikamente zur Behandlung der transthyretin-bedingten Amyloidkardiomyopathie – einer schweren Herzmuskelerkrankung – erzielten 2025 einen Umsatz von fast 6,4 Milliarden US-Dollar. Die Patentverlängerung sichert Pfizer nun stabile Einnahmen bis Mitte 2031, nachdem zuvor ein deutlicher Umsatzrückgang ab 2029 erwartet worden war.

Auswirkungen auf die Pharmabranche

Die Entwicklungen bei der FDA und Pfizers Patentstrategie könnten weitreichende Folgen für die Pharmaindustrie haben. Während die FDA durch technologische Innovationen wie KI und Echtzeit-Daten die Zulassungsverfahren beschleunigen will, nutzen Pharmaunternehmen weiterhin rechtliche Mittel, um Generika-Hersteller auf Abstand zu halten. Dies wirft Fragen nach dem Gleichgewicht zwischen Innovation, Patentschutz und bezahlbaren Medikamenten auf.

Quelle: STAT News