Zillow revidiert Prognose für US-Immobilienpreise nach unten
Die Ökonomen von Zillow haben ihre 12-Monats-Prognose für die Entwicklung der US-Immobilienpreise aktualisiert. Demnach wird der Zillow Home Value Index zwischen März 2026 und März 2027 voraussichtlich um 0,0 % steigen. Dies stellt eine leichte Korrektur gegenüber der vorherigen Prognose (+0,5 %) dar.
Aktuell liegen die US-Immobilienpreise im Jahresvergleich bei +0,8 %. Zillows neue Prognose deutet darauf hin, dass sich das moderate Wachstum fortsetzen wird. Solange die Preisentwicklung unter dem Einkommenswachstum (+3,9 %) bleibt, sollten sich die Marktfundamentaldaten weiter stabilisieren. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Hypothekenzinsen nicht stark ansteigen.
Leichter Markt ohne starke Impulse
Zillow erwartet für 2026 einen schwachen Immobilienmarkt in den USA. Die Preise könnten leicht steigen, während die Kaufkraft durch das höhere Einkommenswachstum verbessert wird. Eine klare Erholung oder ein starker Anstieg sind jedoch nicht in Sicht.
Regionale Unterschiede: Wo steigen und fallen die Preise?
Zillow hat die Prognosen für über 400 US-Metropolen aktualisiert. Während einige Regionen mit moderaten Preisanstiegen rechnen können, drohen anderen deutliche Rückgänge. Hier die wichtigsten Trends:
Top 15 Metropolen mit den höchsten Preisanstiegen (März 2026–März 2027)
- Syrakus, NY: +5,0 %
- Rockford, IL: +4,5 %
- Atlantic City, NJ: +4,5 %
- Rochester, NY: +4,0 %
- Utica, NY: +3,5 %
- Knoxville, TN: +3,4 %
- Norwich, CT: +3,3 %
- Binghamton, NY: +3,3 %
- Morristown, TN: +3,3 %
- Green Bay, WI: +3,2 %
- Appleton, WI: +3,1 %
- Wausau, WI: +3,1 %
- Pottsville, PA: +3,1 %
- Hartford, CT: +3,0 %
- Janesville, WI: +3,0 %
Top 15 Metropolen mit den stärksten Preiseinbrüchen (März 2026–März 2027)
- Houma, LA: -7,0 %
- Lake Charles, LA: -5,6 %
- Austin, TX: -4,6 %
- New Orleans, LA: -4,4 %
- Shreveport, LA: -3,6 %
- Beaumont, TX: -3,4 %
- Alexandria, LA: -3,4 %
- Lafayette, LA: -3,2 %
- Vallejo, CA: -3,2 %
- Chico, CA: -3,2 %
- Punta Gorda, FL: -3,1 %
- Denver, CO: -3,0 %
- Santa Rosa, CA: -3,0 %
- Corpus Christi, TX: -2,7 %
- San Antonio, TX: -2,6 %
Expertenmeinung: Zu pessimistisch bei New Orleans und San Jose?
„Nach meiner Analyse ist Zillow bei New Orleans zu pessimistisch. Der Markt zeigt nach einer Korrektur Anzeichen einer leichten Erholung. Auch im Silicon Valley, insbesondere in San Jose, könnte die Prognose zu negativ ausfallen, da der KI-Boom die Region begünstigt.“
Aktuelle Preisentwicklung im Jahresvergleich
Die Daten zeigen, dass der Sun Belt, insbesondere Südwest-Florida, in den letzten zwölf Monaten die größte Schwächephase im Immobiliensektor erlebte. Während einige Regionen bereits eine leichte Erholung verzeichnen, bleiben andere stark unter Druck.
Zillows aktualisierte Prognose unterstreicht die wachsende Kluft zwischen regionalen Immobilienmärkten in den USA. Während einige Metropolen mit moderaten Preisanstiegen rechnen können, drohen anderen deutliche Verluste. Die Entwicklung hängt stark von lokalen Wirtschaftsbedingungen, Einkommenswachstum und Zinsentwicklungen ab.